Sie erreichen uns unter +49 (0) 421 432 55 5 oder info@cardiohb.com
Embolie

Eine Embolie ist ein plötzlicher Verschluss eines Blutgefäßes durch einen über die Blutbahn verschleppten Pfropf (sog. Embolus). Eine Embolie entsteht nicht am Ursprungsort. Aus einem Thrombus kann ein Embolus entstehen – und zwar dann, wenn der Thrombus sich von seinem Entstehungsort löst und durch den Blutstrom verschleppt wird (sog. Thromboembolie) – z. B. in eine Lungenarterie (Lungenembolie) oder in eine Hirnarterie (zerebrale Embolie, sog. Schlaganfall. Auch Gasblasen können als Luft- oder Stickstoffembolien problematisch sein.

Als kardioembolisch bezeichnet wird ein Geschehen, bei dem sich z. B. ein im Herz gebildeter Thrombus löst und embolisiert. Arterio-arterieller Embolismus bedeutet, dass sich Ablagerungen im Bereich einer Arterienwand (z. B. im Bereich der Halsschlagadern) lösen und nach Verschleppung eine Endarterie verschließen (z. B. im Gehirn i. S. eines Schlaganfalles). Als paradoxer Thrombembolismus wird der Übertritt eines Embolus vom venösen in den arteriellen Kreislauf bezeichnet, was z. B. im Bereich des Herzens bei offenem Foramen ovale möglich ist und häufig als Ursache unklarer Schlaganfälle gedeutet wird.