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Nitro

NitrosprayDie Erfindung von Nitroglyzerin geht zurück auf den italienischen Arzt und Chemiker Ascanio Sobrero. Vor rund 150 Jahren mischte er auf der Suche nach einem neuen Sprengstoff Glycerin mit Schwefel- und Salpetersäure. Das Ergebnis war Glyceroltrinitat – bekannt als Nitroglycerin. Ein amerikanischer Arzt untersuchte diesen Wirkstoff später mit Hinblick auf seine Wirkung auf das Herzkreislaufsystem und entdeckte seine gefäßerweiternden Eigenschaften. Schließlich folgte der Einsatz von Nitro bei der Behandlung von Angina pectoris. Doch erst vor etwa 30 Jahren stellte sich heraus, dass nicht etwa der Sprengstoff die Gefäßerweiterung herbeiführt, sondern dass der Körper aus Nitroglycerin die Substanz Stickstoffmonoxid bildet. Diese erweitert die Venen und insbesondere Herzkranzarterien bzw. senkt den Blutdruck in der Lunge und im Herzen. Die Wirkung setzt nach einer Minute ein und hält etwa eine Stunde an.

Die Verwendung kann mit Nebenwirkungen verbunden sein, wie Kopfschmerzen, Blutdruckabfall oder Schwindel. Bei bestimmten Herzerkrankungen (u. a. bei Aortenklappenstenose, diastolischer Herzinsuffizienz infolge von z. B. hypertropher Kardiomyopathie) darf Nitro nicht eingesetzt werden. Heute gibt es Nitroglycerin als Spray oder Kapsel für den Notfall, aber auch als regelmäßig einzunehmendes Medikament.