Sie erreichen uns unter +49 (0) 421 432 55 5 oder info@cardiohb.com

Offenes Foramen ovale

Offenes Foramen ovale

Das offene (oder persistierende) Foramen ovale (PFO) ist eine bei Frauen häufigere Diagnose als bei Männern. Dabei handelt es sich um eine kleine ventilartige Öffnung der Vorhofscheidewand, die sich normalerweise kurz nach der Geburt verschließt, gelegentlich aber offen bleibt.

Offene Foramen ovale gehören zu den häufigen Zufallsbefunden. In den meisten Fällen bleiben PFOs unproblematisch und daher auch unentdeckt. Allerdings können sie mit Migräne vergesellschaftet sein und Schlaganfälle verursachen. In letzterem Fall gelangen kleine Blutgerinnsel (Thromben) aus dem Venensystem in den rechten Vorhof und von dort aus über das PFO in den linken Vorhof, in die linke Herzkammer und schließlich in die große Körperschlagader. Embolisiert ein solches Blutgerinsel dann z. B. in die Milz, bleibt dieser sog. paradoxe Thrombembolismus in der Regel asymptomatisch. Gelangt der Embolus zufällig aber über eine Halsschlagader in den Kopf, verschließt dort eine Hirnarterie, und die Blutversorgung im Gehirn ist gestört. Das äußert sich als Schlaganfall z. B. mit Sehschwäche, Sprech- und Sprachstörungen, Schwindel und Orientierungsstörungen sowie Lähmungen.

Die ursprünglichen kleinen venösen Thromben können sich auch bei jungen und gesunden Menschen in kleinen oder oberflächlichen Beinvenen bilden. Im Falle eines komplizierten Foramen ovale empfehlen wir den Katheter-basierten PFO-Occluder-Verschluss.