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GLOSSAR

Schaufensterkrankheit

Die Schaufensterkrankheit („periphere arterielle Verschlusskrankheit“, „PAVK“) wird durch arterielle Durchblutungsstörungen im Becken-Bein-Bereich verursacht. Die Erkrankung verdankt ihren Namen dem Umstand, dass Betroffene nur mit Wadenschmerzen laufen können und unterwegs pausieren müssen. Da dies häufig auch vor Schaufenstern geschieht, um den Anlass zu kaschieren, hat sich der Name eingebürgert.

Zugrunde liegt der PAVK eine fortschreitende Gefäßverkalkung („Arteriosklerose“). Sie tritt auf bei Patientinnen und Patienten im Alter zwischen 35 und 60 Jahren, nimmt mit dem Alter zu und betrifft Männer häufiger als Frauen. Zu Beginn verengen sich die Arterienwände, ohne jedoch Schmerzen zu verursachen. Daher gelingt die Diagnose in diesem Stadium nur im Rahmen von routinemäßigen Screening- oder weiterführenden Duplexuntersuchungen. Beschwerden in der Beinmuskulatur treten erst bei einem Fortschreiten auf. Im fortschreitenden Stadium treten dann Beschwerden beim Spazierengehen auf, und im fortgeschrittenen Stadium können sich Geschwüre an den Beinen bilden: Gewebe stirbt ab, so dass eine Amputation drohen kann.

Größter Risikofaktor für die arterielle Verschlüsse ist das Rauchen. 80 bis 90 Prozent der Betroffenen sind Raucher. Danach folgen Ursachen wie Diabetes mellitus, erhöhte Cholesterinspiegel, Bluthochdruck, Thrombose oder Übergewicht. Wer diese Risikofaktoren aufweist, könnte sich in regelmäßigen Abständen untersuchen lassen. Eine der effektivsten vorbeugenden Maßnahmen zur Vermeidung der Schaufensterkrankheit ist, nicht zu rauchen. Auch regelmäßige sportliche Betätigung und gesunde Ernährung tragen zur Risikominimierung bei.