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UNSERE LEISTUNGEN

Ballonvalvuloplastie (Herzklappensprengung)

Ballonvalvuloplastie (Herzklappensprengung)

Bei einer bedeutsamen Herzklappenverengung (Klappenstenose) wird unzureichend Blut durch das Herz transportiert bzw. kann sich dabei in die Lunge oder in den Körper vor dem rechten Herzen zurückstauen. Dieser Zustand lässt sich in vielen Fällen mit einer sogenannten Ballonvalvuloplastie, einer Dehnung der Klappenverengung mittels Ballonkatheter beheben („Klappensprengung“).

Je nachdem, ob das linke oder rechte Herz betroffen ist, wird der Zugang für diesen Herzkathetereingriff entsprechend gewählt: Liegt die Klappenverengung im Bereich des rechten Herzens oder der Mitralklappe, führen wir den Ballonkatheter von der (meist rechten) Leiste über die Hohlvene vor bis ins rechte Herz und weiter in die Lungenschlagader (Lungenarterie) bzw. durch die Vorhofscheidewand in die linke Herzkammer. Ist die Aortenklappe betroffen, führen wir den Ballonkatheter von der Leiste, aber über die Schlagader gegen den Blutfluss bis auf Höhe der verengten Klappe. Im Bereich der verengten Klappe wird der Ballon mit hohem Druck entfaltet, was zu einer Erweiterung der vormals verengten Klappenöffnung führt, um so einen hinreichenden Blutstrom wiederherzustellen.

Derartige Eingriffe erfolgen unter lokaler Betäubung – im Bereich der Leiste – und nur selten in Vollnarkose. Aufgrund der Thrombosegefahr werden während des Eingriffs gerinnungshemmende Substanzen verabreicht.

Vor geplanter Ballonvalvuloplastie wird von ärztlicher Seite ein eingehendes Aufklärungsgespräch über Indikation (Grund und Notwendigkeit), Durchführung, Zugangswege und Komplikationsspektrum geführt. Dies erfolgt anhand eines entsprechenden Aufklärungsbogens (PDF-Download), der durch die aufklärenden ärztlichen Kollegen handschriftlich ergänzt wird. Dieses Formblatt wird sowohl durch den/die Patient(in) als auch die aufklärenden ärztlichen Kollegen datiert unterzeichnet werden.

Wir bitten um Information über eine bei Ihnen evtl. vorliegende Nierenschwäche, Schilddrüsenüberfunktion, Gerinnungsstörung, eine bekannte Unverträglichkeit gegen jodhaltiges Kontrastmittel sowie alle regelmäßig eingenommenen insbesondere gerinnungshemmenden Medikamente. Dafür Gelegenheit gibt das immer vor der Prozedur von ärztlicher Seite spezifisch durchgeführte Aufklärungsgespräch. Cave: Im Rahmen der Hausmedikation sollen 48 Stunden vor bis 48 Stunden nach der Prozedur metforminhaltige Präparate nicht eingenommen werden. Bitte stellen Sie sich darauf ein, dass sie bis zum nächsten Tag in unserer Klinik verweilen müssen.

Am Tag der Untersuchung sollten Patienten nüchtern sein, wobei um die morgendliche Einnahme der Hausmedikation mit einem Schluck Wasser ausdrücklich gebeten wird. Bitte führen Sie im Katheterlabor den beiderseits ausgefüllten und datiert unterzeichneten Aufklärungsbogen sowie – sofern vorhanden – Ihren Röntgenpass mit sich. Vor der Prozedur erfolgt im Bereich des Armes die Anlage eines venösen Zuganges (Venüle).

Nach dem Eingriff ist für weitere vier Stunden Nüchternheit erforderlich und eine stationäre Überwachung in der Klinik notwendig. Im Sinne der Therapiekontrolle erfolgt am nächsten Tag ein Herzultraschall.