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Herzmuskelbiopsie

Herzmuskelbiopsie

Herzmuskelbiopsie

Bei Herzschwäche und Verdacht auf zugrunde liegende Herzmuskelerkrankungen wie entzündliche Prozesse (Myokarditis) oder Speichererkrankung (z. B. Amyloidose) können Herzmuskelbiopsien sinnvoll erscheinen. Erst auf diesem Wege sind bestimmte Erkrankungen nachweisbar und eröffneten eine Behandlungsmöglichkeit. Andererseits lassen sich derartige Erkrankungen so sicher ausschließen.

Die Durchführung einer Herzmuskelbiopsie erfolgt im Rahmen einer Herzkatheteruntersuchung. Unter örtlicher Betäubung erfolgt zunächst ein Gefäßzugang. Für eine Linksherzbiopsie erfolgt ein arterieller Zugang, ist eine Rechtsherzbiopsie geplant, erfolgt ein venöser Zugang. Anschließend wird ein Draht bis in die linke bzw. rechte Herzkammer vorgebracht. Über den anschließend vorgebrachten Katheter können mit einer Biopsiezange Muskelproben entnommen werden, die anschließend zur Analyse in ein mit uns kooperierendes Labor geschickt werden.

Während der Katheteruntersuchung können Sie gelegentlich Herzstolpern und unmittelbar nach Kontrastmittelgabe auch Wärmegefühl empfinden. Nach Beendigung der Untersuchung wird die Schleuse entfernt und ein Druckverband angelegt. Anschließend werden Sie für die Dauer von 3 bis 5 Stunden auf unserer Tagesstation kontinuierlich überwacht.

Vor der geplanten Herzmuskelbiopsie wird von ärztlicher Seite ein eingehendes Aufklärungsgespräch über Indikation (Grund und Notwendigkeit), Durchführung, Zugangswege und Komplikationsspektrum geführt. Dies erfolgt anhand eines entsprechenden Aufklärungsbogens, der durch die aufklärenden ärztlichen Kollegen handschriftlich ergänzt wird. Dieses Formblatt wird sowohl durch den/die Patient(in) als auch die aufklärenden ärztlichen Kollegen datiert unterzeichnet werden.
Wir bitten um Information über eine bei Ihnen evtl. vorliegende Nierenschwäche, Schilddrüsenüberfunktion, Gerinnungsstörung, eine bekannte Unverträglichkeit gegen jodhaltiges Kontrastmittel sowie alle regelmäßig eingenommenen insbesondere gerinnungshemmenden Medikamente. Dafür Gelegenheit gibt das immer vor der Prozedur von ärztlicher Seite spezifisch durchgeführte Aufklärungsgespräch. Cave: Im Rahmen der Hausmedikation sollen 48 Stunden vor bis 48 Stunden nach der Prozedur metforminhaltige Präparate nicht eingenommen werden.

Für eine ambulante Herzkatheteruntersuchung am Herzzentrum Bremen kommt der Patient am Morgen des vereinbarten Termins in die Tagesklinik der kardiologisch-angiologischen Praxis. Patienten sollten nüchtern sein, wobei um die morgendliche Einnahme der Hausmedikation mit einem Schluck Wasser ausdrücklich gebeten wird.

Bitte führen Sie im Katheterlabor den beiderseits ausgefüllten und datiert unterzeichneten Aufklärungsbogen sowie – sofern vorhanden – Ihren Röntgenpass mit sich. Vor der Prozedur erfolgt im Bereich des Armes die Anlage eines venösen Zuganges (Venüle).

Im Anschluss an die bei uns häufig ambulant durchgeführte Herzkatheteruntersuchung werden Sie auf unserer Tagesstation überwacht, um anschließend von dort aus entlassen zu werden. Bei komplexen oder notfallmäßigen Eingriffen erfolgt eine stationäre Überwachung und Entlassung im Verlauf.

Wenn der Eingriff vom Handgelenk durchgeführt wurde, ist eine körperliche Belastung bereits am Folgetag möglich. Bei Eingriffen aus der Leiste sollte für etwa drei Tage auf das Tragen schwerer Lasten, Treppensteigen etc. verzichtet werden.

Bei Entlassung erhalten Sie immer einen Befundbericht, die Information über Änderungen Ihrer Medikation und ggf. ein Rezept. In bestimmten Fällen können in den Folgetagen Laborbestimmungen bei uns oder Ihrem Hausarzt notwendig sein, worüber wir Sie ebenfalls informieren würden.

Vor Entlassung notwendig ist eine bei uns unbedingt durchzuführende Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie).

Die Filme A – B zeigen ein vergrößertes Herz bzw. die Durchführung einer Herzmuskelbiopsie.

Der Film zeigt eine Angiographie der deutlich vergrößerten linken Herzkammer in RAO-Projektion.

Der Film zeigt die linke Herzkammer in derselben Projektion wie in Film A, aber ohne Kontrast. Zu erkennen ist ein Katheter, über den mit Hilfe einer kleinen Zange eine Herzmuskelbiopsie erfolgt.