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Kardiale Magnetresonanztomographie (Kardio MRT)

Kardiale Magnetresonanztomographie (Kardio MRT)

Kardiale Magnetresonanztomographie (Kardio MRT)

Während der Magnetresonanztomographie werden starke Magnetfelder generiert, über die sich der Erregungszustand der im menschlichen Körper in nahezu allen Geweben enthaltenen Wasserstoffatome (Protonen) ändert. Die dadurch messbaren Signaländerungen werden von der auf dem Brustkorb platzierten sog. Spule abgeleitet. In den so erzeugten Schnittbildern von Herz und Gefäßen lassen sich entsprechend verschiedene Gewebe voneinander abgrenzen, die Herzbewegung beurteilen oder z. B. Flussmessungen über verengten oder durchlässigen Herzklappen durchführen.

Vor der Untersuchung erfolgt die Anlage eines venösen Zuganges (Venüle), der eine bei bestimmten Fragestellungen notwendige Kontrasmittelgabe ermöglicht. Darüber hinaus werden alle metallischen Gegenstände wie Uhr, Brille, Hörgerät und Zahnersatz abgelegt. Sollte ein Patient unter Platzangst leiden, hilft oft die Gabe eines Beruhigungsmittels. Aufgrund lauter Geräusche erhalten Sie einen Gehörschutz.

Zu Beginn der Untersuchung wird der Patient bis zur Hälfte des Körpers in die Gantry des Magnetresonanztomographen geschoben.

Wichtig!

Patienten mit Herzschrittmachern dürfen in der Regel keine Magnetresonanztomographie erhalten, da eine im Körper bewirkte Wärmeentwicklung für den Menschen schädlich sein kann bzw. die Magnetfelder die Herzschrittmacher beschädigen können. Seit geraumer Zeit implantieren wir daher Schrittmacher der neuesten Entwicklungsgeneration, die von Magnetfeldern unbeeinflußt bleiben. Ob ein Schrittmacher MRT-fähig ist, ist gegebenenfalls im Schrittmacherausweis vermerkt.

Die Filme A – F zeigen Magnetresonanztomographien vom Herzen (kardiale Magnetresonanztomographie).

MRT LV Spitzennarbe

A – Eine kardiale Magnetresonanztomographie im 4-Kammerblick, das ein Herz nach Vorderwandinfarkt mit ausgedehnter Vorderwandspitzennarbe zeigt – markiert durch Anreicherung des hell zu erkennenden Kontrastmittels (Late Gadolinium Enhancement)

Septumnarbe MRT

B – Eine kardiale Magnetresonanztomographie, die dasselber Herz wie in Film A zeigt, aber in seiner kurzen Achse. Zu erkennen ist die ausgedehnte Infarktnarbe, die in der gezeigten Ebene die ganze Kammerscheidewand betrifft (Late Gadolinium Enhancement).

C – Eine kardiale Magnetresonanztomographie (Cine-Sequenz im 4 Kammerblick): Demonstriert wird die bei ausgedehnter Vorderwandnarbe hochgradig eingeschränkte Pumpfunktion der linken Herzkammer.

D – Eine kardiale Magnetresonanztomographie (Cine-Sequenz im 2 Kammerblick): Demonstriert wird die bei ausgedehnter Vorderwandnarbe hochgradig eingeschränkte Pumpfunktion der linken Herzkammer.

E – Eine kardiale Magnetresonanztomographie (Cine-Sequenz im 4-Kammerblick): Demonstriert wird eine sogenannte linksventrikuläre Non-Compaction-Kardiomyoapathie (LVNC), zu erkennen an der stark gefiederten Kammermuskulatur.

F – Eine kardiale  Magnetresonanztomographie (Cine-Sequenz im 4-Kammerblick): Dargestellt wird eine Hypertrophe Kardiomyopathie mit betont verdickter Muskulatur der Kammerscheidewand (septal betonte Hypertrophie).