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Spiroergometrie

Spiroergometrie

Spiroergometrie

Die Spiroergometrie (syn. Ergospirometrie oder kardiopulmonary exercise, CPX), ist ein aus den Begriffen Spirometrie und Ergometrie zusammengesetztes Wort. Die Spirometrie ist die Bezeichnung für die Lungenfunktonsuntersuchung. Die Ergometrie dient der Erfassung der Arbeitsleistung der Muskeln und damit der Feststellung der körperlichen Leistungsfähigkeit des Menschen. Die Spiroergometrie ist also ein diagnostisches Verfahren, in dem eine stufenweise gesteigerte körperliche Belastung mit einer gleichzeitigen Messung der Atemgase (Sauerstoffaufnahme, Kohlendioxidabgabe) verbunden wird.

In der Kardiologie ist die Spiroergometrie unverzichtbarer Bestandteil bei der Einschätzung von Patientinnen und Patienten mit Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Wir setzen die Spiroergometrie zudem sportkardiologisch ein – bei Freizeit und Leistungssportlerinnen und -sportlern im Sinne der kardiopulmonalen Leistungsdiagnostik.

Der Sportler oder Patient wird einer ergometrischen Belastung ausgesetzt (bei uns Laufband oder Fahrrad), die computergesteuert regelmäßig erhöht wird. Je nach Fragestellung gibt es unterschiedliche Programme. In der Regel wird die nächst höhere Belastungsstufe nach zwei Minuten erreicht. In den selteneren Laufbanduntersuchungen gibt es vergleichbare Stufenprotokolle mit kontinuierlicher Zunahme der prozentualen Steigung (bergauf laufen). Zur begleitenden Messung der Atemgase wird dem Patienten eine luftdicht abschließende Maske auf Mund und Nase gesetzt, die über eine Messsonde mit der Raumluft verbunden ist. Durch diese Atemgasmaske lässt sich ohne jeglichen Widerstand gut atmen. Zudem werden EKG, Herzfrequenz (Puls) und Blutdruck des Sportlers oder Patienten kontinuierlich aufgezeichnet.

Die Dauer der Untersuchung beträgt – in Abhängigkeit des Leistungsniveus – meist nur acht bis sechzehn Minuten, woran sich eine fünf- bis zehn-minütige Nachbeobachtung anschließt. Nach Abschluss der Untersuchung werden alle Daten in einem Computer zusammengeführt und ausgewertet. Die wichtigsten Ergebnisse über die Leistungsfähigkeit von Herz und Lunge werden später – zum Teil in graphischer Form – wiedergegeben.