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UNSERE LEISTUNGEN

Behandlung des akuten koronaren Syndroms (akuter Herzinfarkt)

Behandlung des akuten koronaren Syndroms (akuter Herzinfarkt)

Bei einem akuten koronaren Syndrom, dem sogenannten Herzinfarkt, zählt jede Sekunde. So schnell wie möglich sollte eine ärztliche Überwachung sowie eine Herzkatheteruntersuchung mit Wiedereröffnung des verschlossenen Herzkranzgefäßes erfolgen!

Für Bremen und umzu gewährleisten wir – am Herzzentrum Bremen – an sieben Tagen der Woche eine 24 Stunden-Rufbereitschaft. Sobald der Notarzt noch vor Ort oder aus dem Rettungswagen einen Herzinfarkt meldet, wird bei uns die Rettungskette ausgelöst. Ob an Werk-, Sonn- und Feiertagen oder nachts – immer begibt sich der diensthabende Kardiologie unmittelbar und auf dem schnellsten Wege in das Herzkatheterlabor. Werktags während der Kernarbeitszeit wird mit Meldung eines Herzinfarktpatienten ein Herzkatheterlabor bestimmt, das den Routinebetrieb unterbricht und für die Akutversorgung zur Verfügung steht.

Zu diesem Zeitpunkt ist der Notfallpatient noch unterwegs. Im Herzkatheterlabor angekommen, nimmt ein Arzt den Patienten in Empfang, und es erfolgt eine Übergabe aller wichtigen Informationen zum Notfallhergang und zu bereits eingeleiteten Maßnahmen.

Nach zügiger Patientenvorbereitung und steriler Abdeckung des Patienten im Herzkatheterlabor erfolgt unter lokaler Betäubung die Anlage eines Gefäßzuganges (Schleuse). Hierfür dient im Falle des akuten Herzinfarktes meist die Schlagader des rechten Handgelenkes (Arteria radialis). Hierüber (transradiales Vorgehen) wird die Herzkatheteruntersuchung und Kranzgefäßwiedereröffnung durchgeführt. Dies erfolgt mittels Ballonerweiterungen und Stent-Implantation. Während des Eingriffs erfolgt der kontrollierte Einsatz gerinnungshemmender Medikamente.

Anschließend notwendig ist eine unter stationären Bedingungen kontinuierliche klinisch-diagnostische Überwachung, denn innerhalb der 48 Stunden nach Herzinfarkt tritt gehäuft das mit dem Leben nicht vereinbare und damit akut behandlungspflichtige Kammerflimmern auf.

Die im Rahmen der 24-Stunden-Rufbereitschaft unverzüglich ablaufende Rettungskette führt zu einer deutlichen Zeitersparnis. Es vergeht so nur wenig Zeit zwischen Infarkt und Therapie. Je schneller ein verschlossenes Kranzgefäß wiedereröffnet wird, desto geringer der Schaden am Herzen und umso besser die Überlebenschance.

Die Filmsequenzen A bis D zeigen exemplarisch eine Koronarangiographie der rechten Herzkranzarterie eines Patienten bei akutem Hinterwandinfarkt und die Wiedereröffnung mittels Stentimplantation.

A – Diese Koronarangiographie zeigt die durch ein Blutgerinsel verschlossene rechte Herzerkranzarterie. Luminographisch ausschließlich zu erkennen sind die Gefäßsegmente, in die Kontrastmittel injeziert wurde – bis zu dem thrombotischen Verschluss.

B – Diese Untersuchungsszene stellt die rechte Herzkranzarterie – nach Drahtsondierung und partieller Wiedereröffnung („Rekanalisation“) – angiographisch bereits in ihrem ganzen Verlauf dar. An der Stelle des zuvor vollständigen Verschlusses zu erkennen ist das noch vorhandene Blutgerinsel.

Stenting RCA

C – Diese Koronarangiographie zeigt das Stenting zum Zeitpunkt der Implantation durch die Erweiterung eines kontrastierten Ballons erkennen.

D – Diese Abschlussszene demonstriert die rechte Herzkranzarterie nach Stentimplantation vollständig erföffnet und mit gutem Primärergebnis.