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UNSERE LEISTUNGEN

Erwachsene mit angeborenem Herzfehler (EMAH)

Erwachsene mit angeborenem Herzfehler (EMAH)

Unter einem angeborenen Herzfehler versteht man eine Strukturbesonderheit des Herzens oder angrenzender Gefäße, die zu Funktionseinschränkungen des Herz-Kreislauf-Systems oder des Herz-Lungen-Systems führt. Dazu gehören „Löcher“ im Herzen, fehlangelegte Herzklappen oder zuführende/abführende Gefäße, verminderte Ausbildung von Herzhöhlen, Bindegewebserkrankungen und verschiedene erworbene Herz- und Lungenerkrankungen (z.B. Lungenhochdruck).

Fehlbildungen des Herzens sind die häufigsten Organfehlbildungen. In Deutschland werden jährlich mehr als 6500 Kinder mit Herzfehlern geboren. Etwa jedes 100. lebend geborene Kind ist betroffen. Noch vor 40 Jahren starb ein Viertel von ihnen im frühen Säuglingsalter und ein weiteres Viertel im Kindesalter. Durch Fortschritte in der Kinderkardiologie und Kinderherzchirurgie hat sich in den letzten Jahrzehnten ein neues Patientenklientel entwickelt – das der EMAH-Patienten. Heute erreichen aufgrund der verbesserten diagnostischen, medikamentösen, operativen und interventionellen Möglichkeiten mehr als 90 Prozent dieser Patienten das Erwachsenenalter. Die Gesamtzahl an Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern in Deutschland wird auf derzeit ca. 280.000 geschätzt.

Die Vielfalt der Fehlbildungen des Herzens und der Gefäße ist groß. Manche Herzfehler sind geringfügig, andere sehr komplex. Eine vollständige Heilung ist nicht immer zu erreichen. Patienten mit schweren und komplexen Herzfehlern (ca. 40% aller angeborenen Herzfehler) brauchen eine besonders kompetente Betreuung.

Während sich die Mehrzahl der EMAH-Patienten primär in hausärztlicher und allgemeininternistischer/-kardiologischer Behandlung befindet, bietet die Kardiologisch-Angiologische Praxis für EMAH-Patientinnen und Patienten mit komplexeren Herzfehlern eine Mitbeurteilung und -behandlung. Hierfür primäre Ansprechpartnerin ist unsere kardiologische Kollegin mit EMAH-Zusatzqualifikation, Frau Dr. med. Undine Pittl.

Von großer Bedeutung ist eine zunächst sorgfältige klinische Evaluierung, gefolgt von – bei vielen EMAH-Betroffenen im Laufe des Lebens notwendigen – Verlaufskontrollen. Die Diagnostik beinhaltet eine Vielzahl verschiedener Untersuchungsverfahren, deren Befunde mit viel Erfahrung und Expertise zu interpretieren sind.

  • Anamnese
  • Körperliche Untersuchung
  • Elektrokardiogramm (EKG)
  • Echokardiographie
  • Spirometrie
  • Spiroergometrie
  • Kardiale Kernspintomographie
  • Kardiale Computertomographie
  • Rechts- und/oder Linksherzkatheter ggf. mit Koronarangiographie

Auch invasive Untersuchungen bis hin zu Kathetereingriffen und Operationen können erforderlich werden, die wir in der Kardiologisch-Angiologischen Praxis Herzzentrum Bremen gewährleisten.

Fachkardiologische Verlaufskontrollen sind notwendig, um Langzeitkomplikationen wie Herzschwäche, Rhythmusstörungen, infektiöse Endokarditis oder Veränderungen an kardialen oder Gefäßtransplantaten frühzeitig zu erkennen und ggf. adäquat behandeln zu können.

Angesichts unserer EMAH-Erfahrung bieten wir die Möglichkeit zur Abschätzung Ihrer Leistungsfähigkeit bzw. Ihrer – aus der individuellen Befundkonstellation resultierenden – Belastbarkeit. So leiten wir Empfehlungen für das Maß künftiger sportlicher Aktivität, aber auch bedeutende Limitationen ab. Darüber hinaus bieten wir Beratung für Familien-Screening, Kontrazeption sowie Schwangerschaft und Geburt bei EMAH-Betroffenen, aber auch Schwangerschaftsbetreuung.