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Event-Recorder

Event-Recorder

Event-Recorder

Das Auftreten von Schwindel und Ohnmachtsanfällen (Synkopen) kann sehr unterschedliche Ursachen haben. Bei Verdacht auf zugrunde liegende – allerdings in wiederholter Langzeit-EKGs nie gesicherte – Herzrhythmusstörungen bieten wir unseren Patienten die Versorgung mit einem sogenannten Event-Recorder (Ereignis Recorder). Dieses kleine Instrument erfasst kontinuierlich und über einen langen Zeitraum von mindestens sechs Monaten Herzsignale in Form eines 1-Kanal-EKGs. Der Event-Recorder lässt sich mittels bestimmter Abfragegeräte kontrollieren, was in unserer Funktionsdiagnostik, aber auch telemetrisch – bspw. über eine Telefonverbindung – erfolgen kann.

Die Implantation eines solchen kleinen Aufzeichnungsgerätes (etwa von der Größe eines doppelten Streichholzes) dauert wenige Minuten und erfolgt in lokaler Betäubung im Bereich der Brust, links neben dem Brustbein. Hier wird der Event-Recorder unter die Haut geschoben. Anschließend wird diese Stelle mit einem Pflaster verschlossen.

Treten die bekannten Beschwerden unklarer Ursache nun erneut auf, lässt sich das Gerät telemetrisch abfragen und das EKG zum Beschwerdezeitpunkt analysieren. Ließ sich zum Beschwerdezeitpunkt eine Herzrhythmusstörung dokumentieren, prüfen wir, ob sich das Beschwerdebild mit dieser Herzrhythmusstörung erklären lässt. Gegebenenfalls könnte eine Therapie veranlasst werden. Treten die Beschwerden auf, ohne das der Event-Recorder etwas aufzeichnet, bestünde damit Klarheit, dass die Beschwerden nicht durch das Herz verursacht werden.

Vor geplanter Event-Recorder-Implantation wird von ärztlicher Seite ein eingehendes Aufklärungsgespräch über Indikation (Grund und Notwendigkeit), Durchführung, Zugangswege und Komplikationsspektrum geführt. Dies erfolgt anhand eines entsprechenden Aufklärungsbogens (PDF-Download), der durch die aufklärenden ärztlichen Kollegen handschriftlich ergänzt wird. Dieses Formblatt wird sowohl durch den/die Patient(in) als auch die aufklärenden ärztlichen Kollegen datiert unterzeichnet werden.

Nach Ablauf der Batterie wird der Event-Recorder durch einen ebenfalls nur kurz dauernden Eingriff unter örtlicher Betäubung wieder entfernt.


Das Bild zeigt – im Verhältnis zur Tastatur eines Computers – den von uns routinemäßig eingesetzten sehr kleinen Eventrecorder.