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Nierenarterien Stenting

Nierenarterien Stenting

Nierenarterien Stenting

Bei nachgewiesener bedeutsamer Nierenarterienverengung (Nierenarterienstenose) empfehlen wir die Weitung der Nierenarterien mit Implantation eines Nierenarterien-Stents. Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung aus der Leiste, dem Handgelenk oder der Ellenbeuge. Auf Wunsch kann ein Beruhigungsmittel verabreicht werden. Nach Einbringung einer arteriellen Schleuse wird zunächst ein J-Führungsdraht in die große Körperschlagader vorgebracht. Über diesen wird ein Katheter im Bereich der Nierenarterien platziert. Beide Nierenarterien werden zunächst mittels jodhaltigen Kontrastmittels dargestellt und ggf. vor und hinter der Stenose Blutdruckwerte gemessen. Bei hochgradiger (hämodyamisch relevanter) Nierenarterienstenose würden wir diese zunächst per Ballonerweiterung dehnen und anschließend eine aus Edelstahl gefertigte flexible Gefäßstütze (Stent) implantieren. Dabei werden die Kalkablagerungen in die Gefäßwand gedrückt, die Gefäßwand stabilisiert und die Nierendurchblutung verbessert.

Vor geplanter Nierenarterien-Stentimplantation wird von ärztlicher Seite ein eingehendes Aufklärungsgespräch über Indikation (Grund und Notwendigkeit), Durchführung, Zugangswege und Komplikationsspektrum geführt. Dies erfolgt anhand eines entsprechenden Aufklärungsbogens, der durch die aufklärenden ärztlichen Kollegen handschriftlich ergänzt wird. Dieses Formblatt wird sowohl durch den/die Patient(in) als auch die aufklärenden ärztlichen Kollegen datiert unterzeichnet.

Wir bitten um Information über eine bei Ihnen evtl. vorliegende Nierenschwäche, Schilddrüsenüberfunktion, Gerinnungsstörung, eine bekannte Unverträglichkeit gegen jodhaltiges Kontrastmittel sowie alle regelmäßig eingenommenen insbesondere gerinnungshemmenden Medikamente. Dafür Gelegenheit gibt das immer vor der Prozedur von ärztlicher Seite spezifisch durchgeführte Aufklärungsgespräch. Cave: Im Rahmen der Hausmedikation sollen 48 Stunden vor bis 48 Stunden nach der Prozedur metforminhaltige Präparate nicht eingenommen werden. Bitte stellen Sie sich darauf ein, dass sie bis zum nächsten Tag in unserer Klinik verweilen müssen.

Am Tag der Untersuchung sollten Patienten nüchtern sein, wobei um die morgendliche Einnahme der Hausmedikation mit einem Schluck Wasser ausdrücklich gebeten wird. Bitte führen Sie im Katheterlabor den beiderseits ausgefüllten und datiert unterzeichneten Aufklärungsbogen sowie – sofern vorhanden – Ihren Röntgenpass mit sich. Vor der Prozedur erfolgt im Bereich des Armes die Anlage eines venösen Zuganges (Venüle).

Nach derartigen Gefäßeingriffen und insbesondere nach Stentimplantation ist die Einnahme zusätzlicher gerinnungshemmender Medikamente für einen ärztlich individuell festgelegten Zeitraum angezeigt!