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Pressphlebographie

Pressphlebographie

Pressphlebographie

Bei diesen Röntgenverfahren zu unterscheiden ist die Phlebographie von der ascendierenden Pressphlebographie. Beide Verfahren dienen der Beurteilung der Venen bzw. der Venenklappenfunktion. Sie erfordern die Injektion von Kontrastmittel in die periphere Vene des darzustellenden Abflussgebietes des Armes, Beines oder Bauches. Damit weisen wir mögliche Blutgerinnsel (Thrombosen) und/oder deren Folgeschäden nach oder schließen sie aus. Durch die Mitarbeit des Patienten mit Pressen (Valsava-Maneuver oder Anspannung der Bauchmuskulatur) kommt es zum Rückfluss des Blutes, mit dem wir den genauen Ursprung, ihren Verlauf sowie die Verzweigung von Krampfadern darstellen. So erhalten wir eine genaue Übersicht, können mögliche angeborene Venenfehlbildungen ermitteln oder die operative Entfernung von Krampfadern individuell planen.

Zu Beginn der rund fünf-minütigen Untersuchung von z. B. den Beinvenen setzt sich der Patient, nach einem warmen Fußbad, auf einen Röntgentisch. Zur Anlage eines venösen Zuganges punktieren wir eine Vene auf dem Fußrücken, um hier das notwendige Kontrastmittel zu spritzen. Zusätzlich binden wir die oberflächlichen Venen über dem Knöchel ab, um das Kontrastmittel über die tieferen Beinvenen (nach oben zum Herzen) abfließen zu lassen. Mit Hilfe eines Kipptisches wird der Patient um circa 45 bis 60 Grad aufgerichtet. Unter Röntgendurchleuchtung drehen wir so das Bein, um alle Venenabschnitte aus verschiedenen Projektionen beurteilen zu können. Anschließend erfolgt dieses Untersuchungsverfahren erneut zur Beurteilung der Oberschenkel- und Beckenvenen sowie der unteren Hohlvene. Besteht eine Thrombose, zeigt das Röntgenbild einen ungefüllten Venenbereich an. Bei zusätzlichem Pressen des Patienten – wobei er kräftig ausatmen, den Mund geschlossen und die Nase zuhalten muss – kommt es über undichte Venenklappen zu Kontrasmittelrückfluss in vorgeschädigte tiefe Beinvenen und Krampfadern, die so genau dargestellt werden können. Liegt hingegen eine verschließende Thrombose vor, stellen wir keinerlei Blutfluss fest.

Im Anschluss der Untersuchung wickeln wir das untersuchte Bein des Patienten fest ein oder legen einen Stützstrumpf an. Beide Varianten sollten am Folgetag tagsüber getragen werden. Zusätzlich sollten die Beine rund 30 Minuten nach der Behandlung bewegt werden.