Sie erreichen uns unter +49 (0) 421 432 55 5 oder info@cardiohb.com

PTCA (Herzkranzgefäßerweiterung)

PTCA (Herzkranzgefäßerweiterung)

PTCA (Herzkranzgefäßerweiterung)

Im Rahmen einer Herzkatheteruntersuchung können wir direkt mit Nachweis von verengenden Gefäßverkalkungen (Stenosen) diese erweitern. Dieses Verfahren nennt sich perkutane transluminale koronare Angioplastie (PTCA; oder perkutane koronare Intervention, PCI).

Unter lokaler Betäubung legen wir zunächst einen arteriellen Zugang im Bereich des Handgelenkes, der Leiste oder der Armbeuge – die sog. Schleuse. Über diese Schleuse gelangen wir mit Drähten und Kathetern an das betreffende Herzkranzgefäß, das wir unter Röntgendurchleuchtung mit jodhaltigem Kontrastmittel darstellen. Dann sondieren wir mit einem Führungsdraht das verengte Koronargefäß. Anschließend wird dann über den Führungsdraht der Ballonkatheter bis auf Höhe der Gefäßverengung vorgeschoben. Seine Positionierung lässt sich auf dem Computerbildschirm exakt kontrollieren. Ist der Ballon richtig positioniert, wird er aufgebläht und drückt die Kalkablagerungen in die Gefäßwand. Anschließend wird eine aus Edelstahl gefertigte flexible stabilisierende Gefässstütze (sog. Stent) implantiert, um im Interventionsbereich auch langfristig ein gutes Verlaufsergebnis zu sichern.

Nach erfolgreicher Intervention entfernen wir den Katheter und die Schleuse bzw. legen einen Druckverband im Bereich der Einstichstelle an. Patienten erhalten bereits während und im Anschluss an den Eingriff blutgerinnungshemmende Medikamente. Nach der Prozedur erfolgt eine Überwachung für einige Stunden mittels EKG-Monitor in unserer Tagesklinik.

Vor geplanter Herzkatheteruntersuchung mit PTCA wird von ärztlicher Seite ein eingehendes Aufklärungsgespräch über Indikation (Grund und Notwendigkeit), Durchführung, Zugangswege und Komplikationsspektrum geführt. Dies erfolgt anhand eines entsprechenden Aufklärungsbogens (PDF-Download), der durch die aufklärenden ärztlichen Kollegen handschriftlich ergänzt wird. Dieses Formblatt wird sowohl durch den/die Patient(in) als auch die aufklärenden ärztlichen Kollegen datiert unterzeichnet werden.

Wir bitten um Information über eine bei Ihnen evtl. vorliegende Nierenschwäche, Schilddrüsenüberfunktion, Gerinnungsstörung, eine bekannte Unverträglichkeit gegen jodhaltiges Kontrastmittel sowie alle regelmäßig eingenommenen insbesondere gerinnungshemmenden Medikamente. Dafür Gelegenheit gibt das immer vor der Prozedur von ärztlicher Seite spezifisch durchgeführte Aufklärungsgespräch. Cave: Im Rahmen der Hausmedikation sollen 48 Stunden vor bis 48 Stunden nach der Prozedur metforminhaltige Präparate nicht eingenommen werden.

Am Tag des Eingriffs sollten Patienten nüchtern sein, wobei um die morgendliche Einnahme der Hausmedikation mit einem Schluck Wasser ausdrücklich gebeten wird. Bitte führen Sie im Katheterlabor den beiderseits ausgefüllten und datiert unterzeichneten Aufklärungsbogen sowie – sofern vorhanden – Ihren Röntgenpass mit sich. Vor der Prozedur erfolgt im Bereich des Armes die Anlage eines venösen Zuganges (Venüle).

Im Anschluss an die bei uns häufig ambulant durchgeführte PTCA werden Sie meist auf unserer Tagesstation überwacht, um anschließend von dort aus entlassen zu werden. Bei komplexen oder notfallmäßigen Eingriffen erfolgt eine stationäre Überwachung und Entlassung im Verlauf.

Nach derartigen Gefäßeingriffen und insbesondere nach Stentimplantation ist die Einnahme zusätzlicher gerinnungshemmender Medikamente für einen ärztlich individuell festgelegten Zeitraum angzeigt.

Nach Herzkathetereingriffen vom Handgelenk ist körperliche Belastung bereits am Folgetag möglich. Bei Eingriffen aus der Leiste sollte für etwa drei Tage auf das Tragen schwerer Lasten, Treppensteigen etc. verzichtet werden.

Die folgenden Filme A – F zeigen die einzelnen Schritte, die bei einer Koronarintervention (PTCA) erfolgen.

Die Sequenz A zeigt die selektive Darstellung der linken Koronararterie und insbesondere eine hochgradige Kranzgefäßverengung im vorderen Gefäßsegment des großen Vorderwandgefäßastes (“Ramus interventricularis anterior”, “Left anterior descending”).

In Film B erkennbar ist dasselbe Gefäß, das mit einem Führungsdraht sondiert wurde.

Über den in Film B bereits erkennbaren Führungdraht wurde ein Stent bis auf Höhe der Stenose geschoben und liegt dort platziert und noch nicht entfaltet.

Dieses Bild zeigt die Stentimplantation: Durch Inflation des Ballons, auf dem der Stent gefaltet vorliegt, wird der Stent in die Gefäßwand gedrückt. Zu erkennen ist der kontrastierte Ballon und darauf liegend schemenhaft das Stentgerüst.

Diese Sequenz zeigt das durch den Stent wieder eröffnete Koronargefäß bei noch liegendem Draht

Film F zeigt das zuvor hochgradig verengte Kranzgefäß, das infolge Stentimplantation hier vollständig und ohne Restenge offen erscheint.