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FFR

FFR

Die fractional flow reserve (FFR) erfolgt ggf. im Rahmen einer Herzkatheteruntersuchung.  Die FFR zeigt also an, ob der Herzmuskel noch ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden kann oder nicht. In einem nicht verengten Gefäß beträgt die FFR 1,0. Das bedeutet, der Blutfluss in einem Gefäß beträgt 100% des normalerweise möglichen Blutflusses. Beträgt die FFR z.B. 0,6, so kann nur noch 60% des normalen Blutflusses in dem betroffenen Gefäß erreicht werden. Durch die Verengung wird der Blutfluss also um 40% durch Ablagerungen reduziert. Generell kann man sagen, dass ein FFR-Ergebnis kleiner als 0,75 die Behandlung einer Verengung erfordert.

Bei der Durchführung der FFR wird ein dünner Draht in die Peripherie des zu untersuchenden Kranzgefäßes eingeführt. Über diesen Draht wird – abhängig von dem verwendeten FFR-Systems – direkt gemessen oder ein weiterer Messkatheter eingeführt, an dessen Spitze sich ein eine Messzelle befindet. Nach Druckmessung unmittelbar am Führungskatheterausgang und anschließend hinter der zu untersuchenden Stenose erfolgt die Infusion eines speziell wirkenden Medikamentes (Adenosin), das eine Belastungssituation (Treppen steigen, Dauerlauf, Aufregung etc.) simuliert. In dieser Phase der Untersuchung kann die Patientin/der Patient innerliche Unruhe, Luftnot, Druck auf der Brust o. ä. verspüren. Auf Grundlage der letztlich so erhobenen Befunde kann der Arzt entscheiden, welche Behandlung in Ihrem Fall die beste ist.

FFR

Die Abbildung zeigt den Verlauf der aortalen (vor der Stenose, rot) und koronaren (hinter der Stenose, grün) Druckkurve – im Falle einer grenzwertig relevanten Stenose (Quotient zwischen 0,8 und 0,75).